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Oft
kommt es vor dass bei kleineren Unfällen -
und dies betrifft vor allem Kinder und
Jugendliche - eine Kante eines kariesfreien
natürlich weissen Frontzahnes abbricht. In
diesem Fall ist es nicht notwendig und vor
allem kostengünstiger den Zahn für eine
Reinkeramikkrone zu beschleifen sondern eine
Keramikschale ("Veneer",
"Facette") anzufertigen und damit
den Defekt zu ergänzen.
Auch im Falle
geringgradiger Fehlstellungen der
Schneidezähne können Keramikschalen eine
perfekte Schneidezahnoptik herstellen und
sind kostenmässig günstiger als z.B. eine
Behandlung mit der unsichtbaren Zahnspange (Invisalign).
Häufig haben sich
auch wurzelbehandelte Schneidezähne schwarz
verfärbt und stören so die Gesamtoptik
eines ansonsten perfekten Lächelns.
Vorteile von
Keramikschalen:
Je nach Indikation muss
gar keine oder nur sehr wenig Zahnsubstanz
abgetragen ("abgeschliffen")
werden um eine perfekte
Schneidezahnästhetik herzustellen.
Keramikschalen
("Veneers", "Facetten")
kosten nur ein Drittel einer aus Reinkeramik
gefertigten Schneidezahnkrone bzw. die
Hälfte einer klassischen VMK-Krone
(Basisgerüst aus Edelmetall vollständig
mit Keramik überzogen).
Vorteile bei der Verarbeitung:
Keramikschalen werden "adhäsiv"
befestigt, also auf den Zahn
"aufgeklebt" und schützen den
Zahn auch bei intensivem Tee-, Rotwein- oder
Zigarettengenuss vor Verfärbungen.
Da die aufgeklebte
Keramikschale lediglich ein zusätzlicher
künstlicher Zahnschmelzmantel ist bleibt
der Zahn ansonsten unverändert und kann im
Bedarfsfall wie ein normaler Zahn behandelt
werden.
Nachteile und
Gegenanzeigen der Keramikschalen:
Keramikschalen ("Veneers",
"Facetten") sind stärker
bruchgefährdet als Reinkeramik Kronen oder
VMK-Kronen vor allem wenn Schneidekanten mit
der Keramikschale ergänzt werden da die
Keramik - um ein perfektes kosmetisches
Ergebnis zu garantieren - sehr dünn sein
muss.
Ein Biss in eine
Nuss-Schale, einen harten Knochen (Spare-Ribs!)
oder der heftige Zahnkontakt mit einem
Bierkrug können zu einem Riss oder - im
schlimmsten Fall - zu einem Ausbrechen der
Keramikschale führen.
Bei
Zähneknirschen ("Bruxismus")
dürfen in keinem Fall Keramikschalen
angewendet werden da die abnormen Kräfte,
die beim Zähneknirschen auftreten, jede
Keramikschale in kurzer Zeit zerstören! Bei
der Voruntersuchung für eine Behandlung mit
Keramikschalen wird daher besonderer
Wert auf die Diagnostik von
Knirschzeichen gelegt, da nächtliches
Zähneknirschen immer häufiger aber von den
Betroffenen nicht bemerkt oder geleugnet
wird. (siehe auch:
ZÄHNEKNIRSCHEN)
Behandlungsablauf:
Nach einer
eingehenden Voruntersuchung vor allem im
Hinblick auf Knirschzeichen werden störende
Schmelzzacken wegpoliert und/oder bei
Korrekturen von leichten Fehlstellungen bzw.
dunklen (wurzelbehandelten) Zähnen die
Frontfläche des betreffenden Zahnes
"eingeebnet" da der
Zahntechnikermeister die Keramikschalen in
einer Mindestdicke von 0,5mm herstellen muss
und der betreffende Zahn mit der
Keramikschale nicht "dicker"
wirken darf als die benachbarten Zähne.

Nach der
Präparation des betroffenen Zahnes - die
auch bei lebenden Zähnen OHNE Spritze
schmerzlos ist - wird ein Präzisionsabdruck
angefertigt und zu unserem externen und auf
Keramikschalen spezialisierten
Zahntechnik-Labor geschickt.
In den meisten
Fällen erfolgt die Farbabstimmung für die
Keramikschale nach der Präparation in der
Ordination direkt im Labor des
Zahntechnikermeisters bei Tageslicht damit
ein perfektes Ergebnis erzielt werden kann.
(Der Zahntechnikermeister muss die Struktur
und Farbe der Nachbarzähne mit eigenen
Augen sehen um die Natur exakt in die
Keramikschale(n) kopieren zu können!).
Ein Provisorium
kann im Fall von Keramikschalen nicht
angefertigt werden da die Oberfläche des
betroffenen Zahnes nicht verändert werden
darf (ein Provisorium könnte nur geklebt
werden und der Kleber verändert die
Oberfläche des Zahnes so stark sodass die
auf 1/100stel mm passgenaue Keramikschale
nicht mehr exakt passen würde!). Da jedoch
der Zahn nach der Präparation praktisch
unverändert bleibt ist ein Provisorium auch
nicht notwendig.
Nach 3-5 Tagen ist
die Keramikschale fertig und wird im Mund
probiert. Bei Zufriedenheit mit dem Ergebnis
wird der Zahn tiefengereinigt, getrocknet
und anschliessend die Keramikschale mit
einem laseraktivierten Hochleistungskleber
auf den betroffenen Zahn aufgeklebt. Fertig
Ihre Dr. Izabela
Schlichting
Kontakt und Auskünfte: mailto:dr.schlichting@gmx.at
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