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NEUIGKEITEN AUS DER WELT DER KIEFERCHIRURGIE UND ZAHNHEILKUNDE: |
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Neue
Zähne wachsen lassen Britischen
Forschern ist es gelungen im
Tierexperiment aus eingepflanzten
Stammzellen neue Zähne wachsen zu
lassen. Innerhalb der nächsten beiden
Jahre sollen die ersten Tests bei
Menschen folgen. Bis
die Methode jedoch zur breiten
Anwendung kommen kann und vor allem
leistbar ist werden laut Auskunft der
britischen Forschergruppe noch 5- 7
Jahre vergehen. Quelle:
Österreichische
Zahnärztezeitung
Parodontitis-Prophylaxe:
Vermeidung von Stress,
Vermeidung von Einsamkeit,
und regelmäßiger Kirchengang? |
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Wer seinen Stress
nicht abzubauen weiß,
neigt stärker zu Zahnfleischentzündungen.
Besonders Einzelgänger
hätten ein hohes
Parodontitis-Risiko, sagen Forscher.
Sie müssen mit einem 43 Prozent höheren
Risiko für Parodontitis leben. Wer
seine Sorgen mit wenigstens einem
engen Freund teilen kann, hat im
Vergleich zu den Einzelgängern
schon ein 30 Prozent geringeres
Risiko.
Eine Forschergruppe
um Anwar Merchant von der
amerikanischen Harvard University stützen
ihre Publikation im Journal of
the American Dental Association auf
eine Langzeitstudie mit 42.523 Ärzten
zwischen 40 und 75 Jahren, von denen
die Hälfte Zahnärzte waren. Im
Jahr 1996 war bei keinem der
Teilnehmer Parodontitis
diagnostiziert worden. Innerhalb der
folgenden vier Jahre erkrankten dann
aber 1.122 Männer an der
Zahnfleischentzündung.
Eine frühere Studie
hatte bereits ergeben, dass religiöse
Menschen und regelmäßige
Besucher von Gottesdiensten zu 27
Prozent seltener an Parodontitis
erkranken. Die
Einbindung in die Sicherheit einer
sozialen Gemeinschaft beuge offenbar
der Erkrankung vor, folgern die
Wissenschaftler
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Älteste
Zahnbürste Europas entdeckt |
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2003 wird als das
Jahr der Entdeckung der ältesten
Zahnbürste Europas in die
Geschichte eingehen. In der
deutschen Stadt Minden wurde bei
einer Ausgrabung eines ehemaligen
Hospitals eine Zahnbürste aus der
Barockzeit gefunden. Ein fast
identisches „Modell“ (aus der
Zeit um 1750), möglicherweise sogar
aus derselben Werkstatt, war erst
vor wenigen Monaten in Quedlinburg
gefunden worden.

Zahnbürsten kamen
erst im 18. Jahrhundert auf, nachdem
am Ende des 17. Jahrhunderts Karies
auslösende Schleimpilze im
Mikroskop entdeckt worden waren und
die Reinigung der Zähne
erstrebenswert erscheinen ließ.
Wie auf der
Abbildung angedeutet, ist am Endes
des Stils in den Knochen ein kleines
Löffelchen zur Reinigung der Ohren
eingearbeitet.
© der Abbildung:
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.
11. 2003
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Im Fernsehmagazin plusminus (ARD) wurde am 11.2.2003 ein Bericht ausgestrahlt, in dem der Eistee gar nicht gut aussah.
In einer Untersuchung der Zahnmediziner der Universität Gießen kam heraus, dass alle Eisteesorten einen sehr hohen Anteil an Zitronensäure aufwiesen. Diese greift die Milchzähne der an, wenn besonders viel Eistee getrunken wird. An der Gießener Kinderzahnklinik stieg der Anteil an diesen Schäden von 5 auf 10 Prozent.
Wir Zahnärzte/innen sollten die Eltern auf die Gefahr aufmerksam machen. Die Hersteller berufen sich darauf, dass Zitronensäure ein erlaubter Zusatz ist.
Quelle: ARD-Magazin "plusminus" vom 11.2.2003
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Herpes-Viren schwindeln sich an unserem Immunsystem vorbei und führen lebenslang zu chronisch rezidivierenden Infektionen. Warum dies so ist, konnten wir unseren Patienten bisher nicht erklären. Die Genetiker Hansen und Lybarger und ihr Team von der School of Medicine fanden nun heraus, wie sich ein Mäuse-Herpes-Virus vor dem Immunsystem versteckt. Aufgrund der nahen Verwandtschaft des Mäuse-Herpes-Virus mit der menschlichen Variante dürften die Vorgänge beim Menschen ähnlich ablaufen.
Abwehrzellen des Immunsystems, so genannte cytotoxische T-Zellen, scannen den Körper nach Zellen, die durch Viren infiziert sind. Diese präsentieren nämlich Proteinbruchstücke auf ihrer Oberfläche. Treffen Abwehrzellen auf diese viralen Proteine an der Zelloberfläche, zerstören sie die Zellen und damit auch das Virus. MCH1-(major histocompatibility complex class 1)-Moleküle werden im Inneren mit dem Proteinbruchstück beladen und zur Außenmembran transportiert. Stößt eine Abwehrzelle des Immunsystems auf das Bruchstück des Virenproteins wird die entsprechende Zelle vernichtet.
Wie sich die Herpes-Viren verstecken, stellen sich Hansen und Lybarger so vor: Das Virusprotein mK3 lagert sich an jenen Molekülkomplex an, der die MHC1-„Präsentierteller“ im Inneren der Zelle mit Bruchstücken belädt. Durch die Anlagerung an diesen Komplex werden die MHC1-Moleküle leicht deformiert. Die Zelle erkennt die Deformation und schickt das MHC1 an die zelluläre Müllabfuhr.
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Die rechtliche Situation beim Piercing ist noch deutlich ungünstiger.
Jede ärztliche Handlung bedarf einer Indikation (Paragraph 22 ÄG, Paragraph 8 KAG): „Eine Behandlung (ärztliche Handlung) kann nur aufgrund einer Indikation erfolgen.“)
Der Wunsch des Patienten ist keine Indikation.
Es drohen
- Nasenflügelnekrosen,
- Lippenhämaton (mit Infektionsgefahr!) sowie
- Zungenhämatome.
Judikaturen zu diesem Thema gibt es derzeit noch keine. Auf der Universtität wird Percing nicht gelehrt, ein Arzt/Ärztin verfügt demnach über keine Ausbildung.
Beim Setzen eines Zungen-Piercings kann es (zwar selten, aber doch) zu einem lebensbedrohlichen Anschwellen der Zunge und damit zu einer totalen Blockade der Atemwege kommen.
Quelle: Dr. Pierre-Jean Loup und Dr. Andrea Mombelli in DZW online 01/2003
Wenn man sich gepiercte Schleim- oder Hautstellen näher ansieht, muß man leider oft chronische Schleimhautirritationen feststellen, die für das ungeübte Auge des Laien vielleicht nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.
Über einen Fall einer Gingiva-Rezession von sechs Millimetern Tiefe, so dass eine Parodontalsonde bis auf den Bereich des Mundbodens (!) vordringen konnte, ist in der Fachpresse nachzulesen. Auch fünf Monate nach Entfernung des Piercings hatte sich der Zustand noch immer nicht gebessert.
Zahnmedizin (92, 2002, 48)
Ein Rückgang des Zahnfleisches durch Unterlippen-Piercings wurde bei mehreren Patienten nachgewiesen, die sich die Unterlippe mit einem Metallstift piercen ließen.
Quelle: Dr. Pierre-Jean Loup und Dr. Andrea Mombelli in DZW online 1/2003
Und was die Auswirkung auf den Gesamtkörper betrifft, ist eine gepiercte Körperstelle eine mögliche Eintrittspforte für viele Krankheitserreger.
Es ist mit folgenden Komplikationen zu rechnen:
- Leberschäden (Hepatitis)
- Herzerkrankungen (Endocarditis)
- Nierenerkrankungen (Poststreptokokken-Glomerulonephritis)
- Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis) und andere mehr, die vorstehende Aufzählung erhebt keinesfalls Anspruch auf die Vollständigkeit, wie sie in der einschlägigen Literatur gegeben ist.
Da das Metall (Titan, Chirurgenstahl) härter als der Zahn ist, sind Schmelz-Absplitterungen bzw. Beschädigungen des Zahnes nicht auszuschließen. Auch ein örtlicher Rückgang des Zahnfleisches ist zu befürchten. Es gehört zur Aufklärungspflicht des Zahnarztes, seine Patienten darauf hinzuweisen.
Leider werden bei gepiercten Patienten häufiger als sonst auch Allergien beobachtet, ja sogar das Auftreten eines toxischen Schock-Syndroms ist möglich. Wer sich genaue Informationen über den Piercing-Vorgang selbst holen will, dem sei die Zeitschrift „Hygiene und Medizin“, April 2000, S. 142 bis 144, empfohlen.
Leider gibt es derzeit keinen Berufsstand, der für das Piercen ausgebildet ist. Jeder Piercer bewegt sich im gesetzesfreien Raum. Wer sich piercen lassen will, ist also auch weiterhin auf „Behandlungen“ in Hinterzimmern oder Urlaubsstränden etc. angewiesen. Eine gesetzliche Regelung und Kanalisierung in Richtung Chirurgen (Oral-, MKG-Chirurgen), Gynäkologen/Urologen etc. wäre auch durchaus wünschenswert, vor allem auch für den „Kunden“, der ja kein Patient ist und schlimmstenfalls durch diese Modeerscheinung erst zum Patienten wird.
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Was ist Propolis?
In den Blütenknospen befinden sind wachsartige Substanzen, die von den Bienen mit Speichel vermengt und damit zu einem antibakteriell, antiphlogistisch und antimykotisch wirksamen Harz, Propolis, verarbeitet werden. Wegen der regional unterschiedlichen Blütenknospen schwankt auch die chemische Zusammensetzung von Propolis erheblich.
Die unten genannten Autoren untersuchten bei zahngesunden Probanden die Wirkung eines Mundwassers mit folgender chemischer Zusammensetzung: aqua dest., 3% Propolis, 20 % Äthanol, 5% Propylenglykol.
Aus der Studie ergibt sich, dass dieses Mundwasser die Plaque-Akkumulation hemmt. Während das ebenfalls antikariogene Chlorhexidin antibakteriell wirkt, hemmt Propolis die bakterielle GTF (Glucosyltransferase).
Chlorhexidin erwies sich im Tierexperiment als stärker antikariogen als das Propolis-Mundwasser.
Koo, H.J. et al.: Effect of a mouthrinse containing selected propolis on 3-day dental plaque accumulation [etc.] in: Caries Research 36, 2002, 445-448.
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Ja, meint die Autorin Dr. Christiane Krantz-Schäfers vom Zentrum Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abteilung Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und Parodontologie, Göttingen, E-Mail: Krantzc@surfeu.de
Das proteolytische Enzym Kallikrein spaltet bevorzugt blutdruckregulierende Peptidbindungen. Die Abgabe des Kallikreins in den Speichel wird durch Innervation des Nervus sympathicus stimuliert.
Die Autorin ermittelte bei den Patienten aggressiver Parodontitis eine erhöhte Kallikreinkonzentration im Speichel.
Sie erklärt diesen Befund zum einen durch eine erhöhte proteolytische Aktivität, zum anderen durch die an Parodontalerkrankungen beteiligten Mikroorganismen oder die Immunabwehr des Wirtes.
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Bruce Paster und sein Team (Forsyth Institute, Boston/Massachusetts) weisen darauf hin, dass ihrer Meinung nach der Atem eher durch ein pro- als mit einem antibakteriellen Mundwasser frisch bleibt.
Die Froscher fanden heraus, bei jenen Personen, die an Mundgeruch litten, häufig drei Bakterienstämme fehlten.
dass identifizieren die auf der Zunge lebenden Bakterien mit einer Gensequenz-Technik. fehlten . Stattdessen beherbergte die Zunge unbekannte Bazillen. "Die wahrscheinlichste Erklärung der Unterschiede in der bakteriellen Besiedelung im Mund liegt darin, wie Bakterien sich an die Zunge binden", sagte Paster. Binden
Binden sich schwefelhaltige Bakterien an die Zunge, führt dies nach Paster zur schlechten Geruchsbildung. Binden sich „wohlriechende“ Bakterien, ergibt sich kein Mundgeruch.
Der Unterschied könnte durch verschiedene Faktoren wie z.B. die Blutgruppe verursacht werden und würde auch erklären, warum manche Menschen zu Mundgeruch neigen.
„Probiotische“ Mittel auf Basis „guter“ Bakterien sollte antibakterielle Mundwässer, die Bakterien abtöten, ersetzen, schreibt die Fachzeitschrift New Scientist. Nur so läßt sich nach Meinung der Forscher die schnelle Rückkehr des üblen Geruches vermeiden.
Quelle: www.forsyth.org
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In Deutschland ließ sich eine Patientin mehrere Zähne überkronen. Nach der Präparation traten Schmerzen auf, die mit Analgetika behandelt wurden. Die Kronen wurden nach Angabe der Patientin eingesetzt, obwohl die Beschwerden noch nicht restlos abgeklungen waren. In der Folge kam es zu einer Pulpitis, sodass eine Wurzelbehandlung nötig wurde.
Die Schmerzengeldforderung der Patientin wurde abgewiesen. Dem Arzt konnte kein Behandlungsfehler nachgewiesen werden.
Quelle: Amtsgericht Daun (Rheinland-Pfalz) (Az.: 3 C 332/02), zitiert nach dem Kölner Stadtanzeiger
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Die Auswirkungen von Zahnfleischerkrankungen auf den übrigen Körper sind unbestritten, wenn auch die eigentlichen Zusammenhänge wissenschaftlich noch nicht restlos abgeklärt sind. Nachdem einige internationale Studien einen Zusammenhang zwischen Infektionen und Schlaganfall nahegelegt hatten, begannen Heidelberger Forscher, das eigene Kollektiv daraufhin zu untersuchen. So verglichen sie die Zahngesundheit von 300 Schlaganfallpatienten mit jener bei derselben Zahl von Personen mit anderen Krankheiten. Parameter war die Haftung der Zähne. Ihre Verringerung ist eine Folge von Parodontitis ("Parodontose"). Eine stark verminderte Zahnhaftung im Halteapparat ist mit einem 4,8 fach erhöhten Risiko für einen Hirninfarkt assoziiert, wie Privatdozent Armin Grau vom Zentrum für Neurologie an der Universitätsklinik Heidelberg bei der 94. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Aachen berichtet hat.
Oralpathogene Keime fänden sich in den Plaques der Karotis. Eine Untersuchung von Kollegen mit allerdings nur 214 Probanden hatte ein doppelt höheres Schlaganfallrisiko für Patienten mit Parodontitis ergeben. Auch andere, vor allem fieberhafte Infektionen, haben in diesem Zusammenhang eine Bedeutung.
Ein Viertel von knapp 400 Schlaganfallpatienten unter 80 Jahren aus Heidelberg habe in der Woche vor der Ischämie einen Infekt gehabt.
Das Risiko für Kindern und Jugendlichen, die einen Schlaganfall zu erleiden, wird durch eine fieberhafte Infektion um das Neunfache erhöht. Die beiden eigenen Studien zu diesem Zusammenhang hätten eine Risikosteigerung in der gesamten Gruppe der Schlaganfallpatienten von 4,3 für Atemwegsinfekte und jeweils um das Dreifache für andere bakterielle oder virale Infekte ergeben.
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Die britische Zahnärztevereinigung warnt vor dem berühmte täglichen Biss in den Apfel.
Klassische Apfelsorten haben einen natürlichen Fruchtzuckergehalt von etwa 10 % und sind für die Zähne weitgehend unschädlich. Da das Verbraucherverhalten sich geändert hat und neuere Züchtungen den sauren Apfelgeschmack immer mehr verdrängen, ist auch der Zuckergehalt gestiegen und kann bis zu vier Teelöffeln Zucker pro Apfel betragen!
Unsere britischen Kollegen empfehlen ein Spülen mit einer neutralen Flüssigkeit!
Quelle: Dr. Nicole Arweiler in ZBW 1.2002 / natur und kosmos, Februar 2002
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Die Fissurenversiegelung ist eine Domäne zum Schutz der Zähne der zweiten Dentition, also der 6er und 7er, die ca. sechs bis zwölf Monate nach dem Durchbruch versiegelt werden sollten.
Aufgrund der - im Vergleich zur Zeit noch vor hundert Jahren heute veränderten Ernährungsgewohnheiten - (weichere Speisen) - findet man heute auch bei Erwachsenen noch häufig sehr ausgeprägte Fissuren, die eine Kariesprädilektionsstelle sind.
In einer bundesdeutschen Studie wurden bei zehn erwachsenen Probanden (23 bis 39 Jahre alt) an insgesamt 23 Seitenzähnen Fissurenversiegelungen vorgenommen:
- Reinigung der Zähne mit einem Bimspulver-Wasser-Gemisch
- Trockenlegung
- Desinfektion mit 0,1%iger Chlorhexidindigluconat-Lösung
- Trockung
- Konditionierung der Schmelzoberfläche mit 35%iger Phosphorsäure (60 Sekunden)
- Wasserspray
- Fissurit F® (Fa. Voco, Cuxhaven); Gleichmäßige Verteilung des Materials mit einer geraden Sonde und anschließend Lichthärtung (30 Sekunden)
- Nach Abnahme des Kofferdams Entfernung der Frühkontakte mit einem Compo-Shape®-Diamantfinierer (Kerngröße 30 µm, Fa. Komet, Lemgo)
- Politur mit weißen Gummipolierer (Fa. Shofu Dental, Ratingen)
- Touchierung der Zähne mit einer 1%igen Aminfluoridlösung (elmex fluid®, Fa. GABA, Lörrach)
Fazit: Retentionsraten von Fissurenversieglern bei Erwachsenen und Kindern weisen ähnlich hohe Werte auf. Die Versiegelung schützt die Zähne viele Jahre lang.
ZWR 1-2/2002: 21-25
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Im Alter nimmt die Speichelproduktion ab. Gleichzeitig verändert sich das Geschmacksempfinden: Ältere Menschen essen eher Milchreis und Griesbrei und verschmähen öfters ein Steak. Süße und klebrige Speisen erhöhen die Kariesanfälligkeit. Durch die zunehmende motorische Einschränkung werden Zahnzwischenräume und die Bereiche unter Brücken nicht mehr genügend gepflegt, der Patient wird im Alter zunehmend „ungeschickter“.
Professor Dr. Elmar Hellwig, Freiburg, Deutschland, empfiehlt daher, dass alte Menschen immer in kleinen Schlucken Wasser zu kaupflichtiger Nahrung aufnehmen sollten. Bei sehr starker Mundtrockenheit kann künstlicher Speichel helfen. Unbedingt zu vermeiden, so der Wissenschaftler, seien saure Bonbons auf Grund ihres starken Erosionspotentials, obwohl sie von Senioren häufig zur Speichelsekretionserhöhung angewendet werden.
Quelle: Zahnärztl. Mitteilungen 22.4.2002
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Botulinumtoxin A wird immer mehr zur schonende Alternative zu chirurgischen Eingriffen.
Die Muskulatur im Kiefer- und Gesichtsbereich zeichnet sich durch eine sehr differenzierte Dynamik und eine hohe zerebral-kortikale Repräsentanz aus.
Erworbene oder angeborene Über- oder Unteraktivitäten dieser Muskulatur führen zu ästhetischen und/oder funktionellen Beeinträchtigungen der Patienten.
Folgen funktioneller Fehlbelastung können pathologische Strukturveränderungen sein, die zu chronischen Schmerzen führen.
Operative Maßnahmen zur Beseitigung muskulärer Dysbalancen sind oft wenig differenziert und irreversibel, da mit der Destruktion nervaler oder muskulärer Strukturen einhergehend.
Demgegenüber bietet Botulinumtoxin A zwar eine zeitlich begrenzte, jedoch nebenwirkungsarme Möglichkeit zur Korrektur muskulärer Aktivitäten und deren Folgen. Voraussetzung ist eine gezielte und kontrollierte Anwendung.
Der Effekt tritt in etwa nach 7 Tagen ein. Leider hält die Wirkung nicht ewig. Nach 3 bis 6 Monaten ist jedenfalls eine Auffríschung notwendig. Die einzelnen Behandlungen kosten zwischen 250 bis 1000 Euro. Kritische Stimmen bezeichnen den „Botox-Look“ als etwas ausdruckslos. Schönheitschirurgen halten dem allerdings entgegen, dass der Gesichtsausdruck durchaus natürlich ist, wenn die Behandlung fachgerecht durchgeführt wird. Außerdem gäbe es nur sehr selten Nebenwirkungen wie z.B.: Schlupflider.
Indikationsgebiete ür Botulinumtoxin A:
- Behandlung muskulärer Dysfunktionen der mastikatorischen Muskulatur
- Korrektur ausgeprägter Dysbalancen der mimischen Muskulatur nach MKG-chirurgischen Eingriffen
- Behandlung speicheldrüsenassoziierter Erkrankungen wie Frey-Syndrom und Hypersalivation
- ästhetische Korrekturen mit Botulinumtoxin allein oder in Kombination mit Kollageninjektion
- Behandlung der rezidivierenden Kiefergelenkluxation mit EMG-gesteuerter Botulinumtoxininjektion als Alternative zur Operation
- Rezidivprophylaxe nach Unterkiefervorverlagerungen durch EMG-gesteuerte Ruhigstellung der geniohyoidalen Muskulatur mit Botulinumtoxin A
Rückschau:
1989: Botox Injektionen werden erstmals zur Bekämpfung von Muskelspasmen des Augenlides verwendet
2000/2001: Botox Injektionen werden bei Hollywood Stars immer beliebter und zählen zu den am häufigsten angewendeten kosmetischen Behandlungen
2002: Die FDA (US Food und Drug Administration, www.fda.gov) läßt die Anwendung von Botox zur Bekämpfung von vertikalen Furchen zwischen den Augenbrauen und Falten rund ums Auge zu. - Erstmals erlaubt die FDA eine diesbezügliche Bewerbung.
Quelle: Mund Kiefer GesichtsChir, DOI 10.1007/s10006-002-0390-7
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Im GEWINN 5/2002, S. 94, wird unser Patient informiert, in welchem Ausmaß seine Zahnsanierungskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Der ZIV hat in dieser Angelegenheit auch noch die Steuerberatungskanzlei Leonhart+Leonhart um eine Beratung bemüht. Hier das Ergebnis:
Außergewöhnliche Belastungen müssen höher als üblich, also außergewöhnlich hoch, sein, zwangsläufig erwachsen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen.
Die Grenze der Selbstbehalte sind wie folgt:
- bis 7.300,- €: 6 %
- 7.300,- bis 14.600,- €: 8 %
- 14.600,- bis 36.400,- €: 10 %
- mehr als 36.400,- €: 12 %
Beispiel 1: Jemand verdient 30.000,- € pro Jahr, siehe dritte Zeile der Tabelle, also sind 10 %, 3.000 € zumutbar. Betragen die Zahnsanierungskosten unter 3000,- €, ist nichts absetzbar, belaufen sie sich auf beispielsweise 10.000,- €, ist die Differenz, also 7.000,- €, absetzbar.
Beispiel 2: Jemand verdient 30.000,- € pro Jahr, siehe dritte Zeile der Tabelle, also sind 10 %, 3.000 € zumutbar. Die Zahnsanierungskosten belaufen sich auf 7000,- €, die auf zwei Jahre aufgeteilt werden. Es sind demnach nur 1000,- €, verteilt auf zwei Jahre, absetzbar, da jeweils der Selbstbehalt in der Höhe von 3000,- € abgezogen wird. Es empfiehlt sich daher, zwei oder mehrere Sanierungsvorhaben zu einem einzigen zusammenzuziehen oder in einem einzigen Jahr abzuwickeln. Eine Ratenzahlung des Patienten, die über das Jahresende hinaus in ein neues Kalenderjahr hineinreicht, ist ungünstig, da im neuen Jahr wiederum der Selbstbehalt abgezogen wird!
Frage: Sind die Kosten für jede Zahnbehandlung absetzbar?
Es müssen medizinische Gründe für die Zahnbehandlung vorliegen. Manchmal verlangt das Finanzamt eine Bestätigung, dass die Behandlung unumgänglich war oder aus medizinischen Gründen erfolgte. Rein kosmetische Gründe dürfen nicht ausschlaggebend sein.
Was ist im Rahmen der Sonderausgaben absetzbar?
Hier sind nur Prämien für freiwillige Kranken- und Unfallversicherungen, sowie Kosten für Wohnraumschaffung oder -sanierung absetzbar, die Zahnbehandlung gehört nicht in diesem Topf!
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Prof. Ulm empfiehlt Softlaser-Therapie mit Markierung der Keime mit blauem Farbstoff im zweiten und dritten Trimenon.
An jedem zweiten Fall von Frühgeburt oder zu geringem Geburtsgewicht sind im Zahnfleisch lebende Parodontitisbakterien schuld. Zu dieser Erkenntnis kam eine aktuelle Studie an der Abteilung für Pränatale Diagnostik am Wiener AKH, Studienleiter: Prof. Martin Ulm.
Das Risiko einer Frühgeburt durch Parodontitis-Bakterien wird in Amerika ähnlich hoch ist wie bei Raucherinnen oder älteren Frauen eingeschätzt. In Österreich wird die Gefahr niedriger eingeschätzt, doch immerhin 50 Prozent aller Parodontitis-Patientinnen mit Parodontalkeimen im Blut hatten eine Frühgeburt hatten oder ein Baby mit zu geringem Geburtsgewicht.
Prof. Ulm empfiehlt bei Schwangeren im zweiten und dritten Trimenon den Einsatz eines Softlasers. Wird das Zahnfleisch mit einem blauen Farbstoff eingestrichen, lagert sich der Farbstoff an der Außenhülle der Bakterien an. Dann tötet das Laserlicht gezielt die Parodontalkeime ab. Diese Behandlung ist völlig schmerzfrei und sollte alle vier Wochen wiederholt werden.
Dieses Verfahren birgt kein reproduktionstoxikologisches Risiko in sich. Im ersten Schwangerschafts-Drittel wird auf diese Therapie verzichtet.
Besonders günstig ist ein Therapiebeginn im zweiten Trimenon.
Die Bekämpfung der Parodontitis mit konventionellen Methoden ist aufwendiger und langwieriger. In dem speziellen Zustand der Schwangerschaft ist die Laserbehandlung jedoch die rascheste und wirksamste Methode, da sie die Keime vollständig und nachhaltig abtötet.
Auch der ORF berichtet unter der Überschrift „Farbstoff bringt Zahnbakterien zum Platzen“ in orf.at/Science: „Durch die andauernde Belastung der Bakterien kann die Plazenta derart geschwächt werden, dass die Bakterien diese durchdringen können. Wenn dies geschieht, kann es infolge zu einer Frühgeburt kommen“, erklärt Parodontitis-Spezialist Orhun Dörtbudak die Notwendigkeit einer Behandlungsmethode für Schwangere. Dörtbudak und seinem Team ist es gelungen, eine Photodynamische Therapie genannte Laser-Behandlung, die bisher im Bereich der Krebsbehandlung eingesetzt wurde, so zu modifizieren, dass sie zum ersten Mal auch gegen Bakterien eingesetzt werden kann. Und so funktioniert die neuartige Therapie: Ein blauer Farbstoff wird in das entzündete Zahnfleisch gebracht, dieser lagert sich anschließend in die Bakterienwände ein. Durch eine Reaktion des Farbstoffs mit dem infolge eingesetzten Laser werden die krankheitsverursachenden Bakterien zum Platzen gebracht. Trotz des guten Erfolges der Methode macht Dörtbudak darauf aufmerksam, dass die eigentlichen Ursachen der Parodontitis damit nicht entschärft seien: Diese sind nämlich immer noch in schlechter Mundhygiene und genetischer Veranlagung zu suchen.
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Einzigartiges Keim-Monitoring für alle Bereiche der Parodontopathien:
- juvenile Parodontitis
- chronische adulte Parodontitis
- schnell verlaufende, progressive Parodontitis
- refraktäre, marginale Parodontitis
(monitoring=überwachen, untersuchen, beobachten)
Der Nachweis von Mikroorganismen erfolgt ausschliesslich mit Hilfe molekularbiologischer Techniken.
Das Testprinzip basiert auf dem Nachweis des keim- spezifischen 16S rRNA Gens. Nach Probenentnahme am Patienten wird die bakterielle DNA extrahiert. Im Folgenden werden Teile des 16S rRNA codierenden Gens in Gegenwart fluoreszenzmarkierter Primer mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion amplifiziert. Anschließend erfolgt die Hybridisierung der markierten Amplifikate an keimspezifische DNA-Oligomere aus dem Bereich des 16S rRNA Gens, die auf dem Parodontitis DNA-Chip fixiert sind. Die Identifikation gebundener DNA erfolgt mit Microarray-Scannern.
Erfasste Keime:
- Porphyromonas gingivalis
- Actinobacillus actinomycetemcomitans
- Prevotella intermedia
- Fusobacterium nucleatum
- Eikenella corrodens
- Treponema denticola
- Actinomyces viscosus
- Bacteroides forsythus
- Campylobacter rectus
- Streptococcus mitis
- Peptostreptococcus micros
- Streptococcus gordonii
- Prevotella nigrescens
- Streptococcus constellatus
- Veillonella parvula
- Capnocytophaga gingivalis
- Actinomyces odontolyticus
- Campylobacter concisus
- Eubacterium nodatum
- Campylobacter gracilis
Praktische Durchführung
Anruf bei Lambda (+43 (0) 7942 75 055 900) oder E-Mail (durch einen Klick hier) und Sie erhalten
ein Probeentnahme-Set bestehend aus den
- sterilen Baumwollspitzen zur Entnahme der Proben,
- Transportgefäß, einem
- Rücksendekuvert und einem
- Auftragsformular.
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Viele Patienten haben Angst vor Amalgam und essen die tausendfache Quecksilber-Dosis, die beim Amalgam frei wird, mit den Meeresfischen. Jetzt wird es noch krasser:
Die britische Gesundheitsbehörden warnen insbesondere schwangere Frauen, Kinder und Jugendliche davor, Großfische wie Hai, Schwert- und Speerfische zu verzehren. Diese Fische enthalten nach Angaben der Foods Standard Agency (FSA) http://www.foodstandards.gov.uk zu hohe Mengen an Quecksilber.
Insgesamt wurden von den Lebensmittelbehörden über 330 verschiedene Fischsorten untersucht, dabei fiel den Behörden die hohe Dosis von Methyl-Quecksilber in den großen Raubfischen auf. Diese haben insbesondere für Ungeborene gefährliche Gesundheitsrisiken, denn sie greifen das Nervensystem der Kinder an.
Die Quecksilber-Gehalte bei den anderen Fischen waren nach Ansicht der FSA nicht besorgniserregend. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Juni 2002 beim Expertentreffen des Committee on Toxicity of Chemicals in Food (COT) erörtert. Nach offiziellen Angaben werden in Großbritannien jährlich mehr als 1.500 Tonnen Hai und Schwertfisch verzehrt. Zum Vergleich: Bei Dorsch und Schellfisch ist sind es 244.000 Tonnen, also weit mehr.
Extreme Quecksilberwerte von Walfleisch: Eine neue japanische Untersuchung kommt bei Walfleisch zu ähnlichen Ergebnissen. Tests an in Japan vermarktetem Walfleisch haben enorm hohe Quecksilberwerte zu Tage gebracht. Bei zwei der 26 gezogenen Leberproben stellten die Forscher von der University of Hokkaido gar eine Quecksilber-Konzentration von über 1.970 Mikrogramm pro Gramm Leber fest. Dies bedeutet eine Grenzwert-Überschreitung um das 5000-Fache. Bei diesen Konzentrationen bräuchte ein 60 Kilogramm wiegender Erwachsener lediglich eine Menge von 0,15 Gramm Leber essen und würde bereits den von der WHO festgelegten sicheren Aufnahmewert einer ganzen Woche überschreiten.
Quelle: BBC online; http://www.hokudai.ac.jp/index-e.html
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Die zu bleichenden Zähne werden auf dem Gipsmodell, auf dem die Tiefziehfolie angefertigt wird, mit Aluwachs überzogen. Dadurch entsteht ein Reservoir, damit das Bleichgel in ausreichender Menge vorhanden ist.
In das Gipsmodell, auf dem die Tiefziehfolie angefertigt wird, wird am Gingivalrand in den Gipszahn mit dem Rosenbohrer zirkulär mit Rosenbohrer eine kleine Rille gezogen. Dadurch sitzt dann die Folie an dieser Stelle besonders straff und damit wird das Austreten des Bleichgels verhindert. Man sollte auf eine gleichmäßige Tiefe der Rille achten.
Eine Überempfindlichkeit kann durchaus vorkommen und kann eine Unterbrechung der Behandlung erzwingen. Nach Abklingen der Beschwerden kann in der Regel die Behandlung in etwas geringerer Konzentration fortgesetzt werden.
Diätanweisung an den Patienten: Keine Südfrüchte, kein Kaffee und Tee und kein Nikotin während der Zeit des homebleachings!
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Der sogenannte SNORENO®-Löffel bewirkt in Verbindung mit der SNORENO®-Paste, dass die Zunge während der Schlafphase nicht mehr nach hinten sinkt. Dadurch bleibt der Rachenraum frei und die Atmung wird nicht mehr eingeschränkt.
Die speziell entwickelte Paste wird durch einfaches Verkneten zwischen den Fingern gebrauchsfertig gemacht. Nach ca. 2 Minuten wird eine angenehm weiche Konsistenz erreicht.
Der SNORENO®-Löffel bietet einen sicheren Halt auf den Zähnen des Unterkiefers, lässt sich aber mit einem leichten Fingerdruck von unten wieder herausnehmen.
Eine detaillierte Gebrauchsanweisung findet sich im Internet: http://www.snoreno.com
Literaturangaben sucht man allerdings vergebens, auch Hinweise auf die zahn- und mundhygienische Situation fehlen gänzlich.
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Zwei Absolventen des britischen Royal Collage of Art, James Auger und Jimmy Loizeau, haben einen in eine Zahnkrone eingebauten Funkempfänger entwickelt.
Die empfangenen Funksignale werden in Vibrationen umgewandelt, die über den Kieferknochen an das Ohr übertragen werden.
Diese erste wirklich realisierbare In-Body-Technologie soll bei einem Routine-Zahnarztbesuch eingesetzt werden können.
Das Funkgerät im Zahn soll seine Signale auch von einer externen Signalquelle wie einem Mobiltelefon oder einem Computer empfangen können. Da die Geräusche als Vibrationen an das Innenohr der Trägers übertragen werden, hört nur der Benutzer die Nachricht.
Beim Prototyp erfolgt die Stromversorgung noch über eine Batterie, später soll ein Mikrofon-Generator diese Aufgabe übernehmen.
Außenstehende hören von den auf diese Weise erzeugten Tönen rein gar nichts. So könnte der „Zahny“-Besitzer etwa heimlich Börseninformationen oder Telefon-Sex-Diensten lauschen - oder den Wecker klingeln lassen, ohne andere zu stören.
Gleichzeitig soll es möglich werden, das System um ein Mikrofon zu bereichern.
Quelle: http://www.rca.ac.uk; http://www.augerment.com
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Hormonsubstitution erhöht Kieferknochenmasse bei Frauen nach dem Wechsel
Frauen über 65 Jahre, die nach der Menopause (zumindest drei Jahre lang) täglich Östrogen und Vitamin D und Kalzium zu sich nehmen, zeigen weniger Alveolarknochenabbau als unbehandelte Frauen.
Im Speziellen profitiert der Alveolarknochen, der die Zahnwurzel umgibt. Es handelt sich dabei um einen Faserknochen, der reich an Gefäßen und Nerven ist. Ein Knochenverlust in diesem Bereich steigt mit zunehmendem Alter und gilt in Kombination mit einer Erkrankung der Wurzelhaut (Periodontalerkrankung) als Risikofaktor für den frühzeitigen Zahnverlust.
Untersucht wurden 135 postmenopausale Frauen, die kein Anzeichen einer Periodontalerkrankung hatten. Wie die Ergebnisse zeigten, stieg bei Frauen, die eine Hormonersatztherapie erhielten, der Anteil der Alveolarknochen-Masse um 1,84 Prozent. In der Kontrollgruppe erhöhte er sich im Vergleich dazu um 0,95 Prozent. Civitellis Team will in der Folge untersuchen, ob Östrogen-Alternativen ähnlich positive Ergebnisse liefern.
Archives of Internal Medicine, http://archinte.ama-assn.org, vom 24. Juni 2002
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Zwei Japaner wollen herausgefunden haben, dass atopische Dermatose und andere Hautallergien in vielen Fällen ihren Ursprung in Amalgamfüllungen haben können.
Die Bonität der beiden Wissenschaftler läßt sich von Europa aus nicht leicht einschätzen. Die beiden Forscher forderten die japanische Regierung sogar dazu auf, den Gebrauch von Amalgam komplett zu verbieten oder wenigstens eine umfassende Patientenaufklärung in Japan zu starten.
Da unsere Patienten eventuell diese Nachricht gelesen haben und bei uns nachfragen, zitieren wir das Ergebnis der Studie in einem Absatz zusammengefaßt:
Tsunetoshi Shimazu und Nagakazu Ko untersuchten im Zeitraum von 1991 und 1998 insgesamt 300 Patienten mit allergischer Dermatose, die alle Amalgamfüllungen aufwiesen. Sie fanden heraus, dass rund 70% der Patienten eine deutliche Besserung der Dermatose feststellen konnten, nachdem das Amalgam durch andere Füllungsmaterialien ersetzt worden war. Die Besserung machte sich innerhalb eines Jahres bemerkbar.
Quelle: Kyodo News (Bonität ebenfalls nicht beurteilbar)
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Nicht gerade neu, aber mit Elektronenmikroskop-Aufnahmen neuerlich belegt, ist folgende Erkenntnis: Partikel aus Fluor und mineralischen Bestandteilen des Zahnes verkleben freiliegende Dentin-Tubuli.
Mit Hilfe des Elektronenmikroskops haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik (IWM) in Halle (Deutschland) tolle Aufnahmen gemacht, auf welche Art und Weise Fluorid den Zahn schützt. Für die Schmerzen, welche freiliegende Zahnhälse verursachen, sind feine Tubuli verantwortlich. Über diese offenliegenden Tubuli können mechanische sowie chemische Reize bis zum Nerv des Zahnes gelangen. Mit dem Elektronenmikroskop ist folgendes zu erkennen: Schon bei relativ geringen Fluorid-Konzentrationen und kurzen Kontaktzeiten werden winzige Partikel aus schwerlöslichem Kalziumfluorid gebildet. Diese legen sich dann wie ein Schutzmantel um die Zahnhälse und verschließen die Tubuli, die Reize werden nicht mehr oder nur in geringerem Maße an den Nerv weitergeleitet. Die schützenden Partikel bilden sich aus dem Fluorid und mineralischen Bestandteilen des Zahnes.
Quelle: APA 2002.
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Aus der Zeitschrift „Der SPIEGEL“, zitiert nach spiegel-online
Auch für die Zähne kann der Zigarettenkonsum gravierende Folgen haben: Regelmäßiges Rauchen erhöht das Parodontose-Risiko dramatisch, warnen deutsche Zahnärzte.
Dreimal höheres Parodontose-Risiko Zigaretten färben Zähne nicht nur eklig braun, sie lassen sie auch schneller wackeln. Wer über längere Zeit täglich mehr als zehn Zigaretten rauche, warnt Michael Noack vom Zentrum für Zahnheilkunde der Universität Köln, habe ein dreimal höheres Parodontose-Risiko als Nichtraucher. Nikotin, so Noack, zerstöre das Immunsystem der Mundhöhle, verursache tiefere Zahnfleischtaschen und greife den Kieferknochen an. Außerdem haben sich Raucher in der Regel auch ihr Frühwarnsystem kaputtgequalmt: Weder Zahnfleischbluten noch -schmerzen künden ihnen von drohender Parodontitis. Ist sie erst einmal da, haben Raucher auch schlechtere Therapiechancen: Die Wunden nach Parodontitis-Behandlungen oder einer Knochenverpflanzung heilen schlechter oder gar nicht, weil durch die vom Nikotin verengten Gefäße weniger Sauerstoff und Nährstoffe fließen.
(Nach den neuesten Forschungsergebnissen ist jedoch das Risiko an Parodontose zu erkranken 68 x höher wenn Sie ein bestimmtes Gen in sich tragen. Um Ihr individuelles Risiko einschätzen zu können bietet Ihnen Ihr Zentrum in Zusammenarbeit mit der Univ. Klinik für Zahnheilkunde einen Gen-Bestimmungstest an; Rauchen und positive Genbestimmung macht naturgemäss ein besonders hohes Risiko; Anm. von Dr. Trödhan (starker Raucher, Gen-negativ, keine Parodontose))
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