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Moderne digitale
Röntgenverfahren, die zur Diagnostik in
unserem Zentrum eingesetzt werden, sowie
extern bei Fachärzten für Radiologie
angefertigte Computertomogramme
(Schichtbilder der Kieferknochen)
erleichtern die Planung vor
Zahnimplantatoperationen und erlauben eine
genaue Diagnose ob überhaupt ohne
zusätzliche Knochenvermehrungs- Massnahmen
implantiert werden kann bzw. wo theoretisch
die günstigsten Stellen für Zahnimplantate
sind:
Querschnitt
durch den Frontzahnbereich des Oberkiefers:
Leider hat diese
Technologie renommierte Implantathersteller
zur Steigerung ihrer Implantatverkaufszahlen
dazu veranlasst diese exorbitant teuren
Methoden in der breiten Öffentlichkeit zu
bewerben und den Anschein zu erwecken dass
mit Hilfe dieser 3-D-Planungen bei jedem
zahnlosen Menschen sofort implantiert und
mit nur vier Implantaten sofort fixe
Brücken eingesetzt werden können.
Beworbenes
System für fixe Brücken auf vier
Implantaten

Es hat sich jedoch
bereits nach einem Jahr gezeigt, dass dieses
Konzept dazu geführt hat, dass
überdurchschnittlich viele Implantate und
leider noch viel mehr Kieferknochen bei
diesem Konzept verloren gehen, weshalb der
Einsatz dieser Systeme in Skandinavien zur
Zeit sogar untersagt ist.

Darüberhinaus
wird dem Implantologen, der letztlich auch
die Verantwortung trägt, von der Firma mit
einer Bohrschablone vorgegeben, wo er welche
Löcher in den Knochen zu bohren hat.
Darüberhinaus sind die Bohrschablonen
selten wirklich vollständig exakt.
Leider kann die
beste 3D-Planung die Erfahrung des
Kieferchirurgen nicht ersetzen und oft ist
genau an der Stelle, die ein Computer als
theoretisch optimale Stelle zur Implantation
vorgesehen hat die Knochenqualität so
schlecht, dass die Implantation an dieser
Stelle nicht in Frage kommt. Ungeübte
Implantologen verlassen sich daher auf diese
Planung und bohren kritiklos die Löcher
dort, wo der Computer sie haben will und das
Entsetzen aller Beteiligten ist gross wenn
diese Implantate nach kurzer Zeit verloren
gehen.
Aus diesem Grund
setzen wir die 3D-Planung in der
Operationsvorbereitung als
Orientierungshilfe ein, entscheiden aber
erst während der Operation, welcher
Implantat-Typ (sofort belastbar oder
Belastung erst nach Einheilfrist), welche
Implantatlänge und welche Implantatachse
das geringstmögliche Risiko eines
Implantatverlustes garantieren. Mit Hilfe
des digitalen Röntgens erfolgt die
Navigation in Ihrem Kiefer in Echtzeit
während der Operation, sodass allfällige
Fehler in der theoretischen 3 D-Planung
sofort erkannt werden.
Die Versorgung mit
einer fixen Brücke auf nur 4 Implantaten
ist maximal bei einem von 1000 Patienten
möglich wenn alle notwendigen Faktoren
(ausreichende Kiefer-Knochenhöhe,
-Knochenbreite, -Knochendichte, kein
Knirschen, eher kleine Kieferbögen etc.)
Öfter (bei 5
Patienten von 100) ist eine fixe
Brückenversorgung auf 6 Implantaten
möglich, meistens werden jedoch im
Oberkiefer 8-10 Implantate und im
Unterkiefer 8 Implantate benötigt um einer
fixen Brücke langfristig den notwendigen
Halt zu geben und den Kieferknochen nicht
durch das Setzen einer zu geringen Anzahl
von Implantaten zu überlasten.
Erst nach einer
gründlichen Durchuntersuchung,
Röntgendiagnostik und der Erfahrung Ihres
Implantologen kann festgestellt werden
welche Anzahl von Implantaten bei Ihnen für
einen langfristigen Behandlungserfolg
notwendig ist bzw. kann sich auch noch
während der Operation herausstellen, dass
unter Umständen mehr als die geplante
Anzahl von Zahnimplantaten gesetzt werden
muss.
Ihr
Dr. Angelo
Trödhan
Kontakt: troed@aon.at
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