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Nach
Kieferknochenverlust durch eine unbehandelte
Parodontose und nach der Entfernung von Zähnen in allen Abschnitten des
Ober- und Unterkiefers schrumpft der ehemals
zahntragende Teil des Kieferknochens sehr
schnell auf die Ebene der blauen Linie
(siehe unten). Im Oberkiefer sind dann nur
mehr wenige Millimeter Knochenhöhe bis zur
luftgefüllten Kieferhöhle vorhanden
(orange Linie) und im Unterkiefer nur mehr
wenige Millimeter bis zum Hauptnerven des
Unterkiefers (rote
Linie).
Nur
im Unterkiefer-Frontzahnbereich ist
praktisch IMMER genügend Knochen für Zahnimplantate
vorhanden.

In diesen Fällen ist es notwendig das Knochenangebot für eine Implantation mit Hilfe
künstlich hergestellter Knochentransplantate
("Synthetikknochen") oder der Knochendistraktion (=
Knochendehnung) zu verbessern.
Horizontale
Knochendehnung: mit Ultraschall wird der zu
schmale Knochen gespalten und mit Schrauben
schrittweise aufgedehnt bis genügend
KnochenBREITE für ein Implantat vorhanden
ist. Voraussetzung für diese Operation:
genügend KnochenHÖHE. Zum Ersatz der
Dehnung mit Schrauben entwickelt die
TKW-Research-Group (Dr. Trödhan, Dr. Kurrek,
Dr. Wainwright) zur Zeit ein rein
ultraschallgestütztes Verfahren.

Knochentnahme
aus dem Weisheitszahnbereich, seitlich vom
Kieferkörper oder vom Kinn als Alternative
zum Synthetikknochen mit schonenden
ultraschallchirurgischen Verfahren:

Künstliche Knochenersatzmaterialien werden
mittlerweile rein chemisch hergestellt
(stammen also nicht von Tieren) und werden
zum Teil in körpereigenen Knochen
umgewandelt. Diese künstlichen
Knochentransplantate lösen sich langfristig
nicht auf jedoch besteht die Gefahr dass das
eigene Knochenbett durch
vorhergehende Entzündungen bereits so
geschädigt ist, dass sich der Kunstknochen
(aber auch körpereigene
Knochentransplantate) nicht mit dem Eigenknochen
verbinden.
Besonders kritisch ist immer der Backenzahnbereich des Oberkiefers, da durch die Ausdehnung der luftgefüllten Kieferhöhlen die Knochenhöhe des Kieferkammes nur selten ausreicht um ein Zahnimplantat ohne zusätzliche Massnahmen zur Knochenvermehrung zu setzen.
Allerdings hat der Sinuslift (siehe unten)
von allen Knochenvermehrungsoperationen mit
95% die höchste Erfolgsrate, zählt zu den
etablierten Standardverfahren und sollte
bevorzugt im Oberkieferbackenzahnbereich
durchgeführt werden (Methode erster Wahl).
Mit
dem von uns entwickelten praktisch
unblutigen ultraschallgestützten
INTRALIFT-Verfahren (TKW-Research-Group,
März 2007) kann der Sinuslift ab sofort
schneller, noch risikoärmer und vor allem
postoperativ ohne Schwellung und Schmerzen
durchgeführt werden.
SINUSLIFT
MIT DEM INTRALIFT VERFAHREN
Der
Vollständigkeit halber und für
individuelle Situationen in denen der
INTRALIFT nicht angewendet werden kann
zeigen wir hier die Beschreibung des
klassischen Sinsulifts der jedoch auch mit der
Ultraschallchirurgie schneller und zuverlässiger
gelingt.

Hinweis:
besonders nach Unfällen mit Verlust von
Kieferknochenmasse durch Herausbrechen von
Frontzähnen samt einem Teil des
Kieferknochens kann noch genügend
Kieferknochen übrig bleiben um eine sichere
Implantation OHNE Knochenvermehrung
durchzuführen. Das Risiko eines Misserfolgs
und die Behandlungskosten sind geringer
jedoch unter Umständen kosmetisch
unbefriedigender.
Die
Einheilzeiten bei
Knochenvermehrungsoperationen liegen
zwischen 6 und 9 Monaten bis Zahnimplantate
eingesetzt oder im Rahmen der
Knochenvermehrungs-OP bereits gesetzte
Zahnimplantate belastet werden können.

SINUSLIFT
MIT DEM INTRALIFT VERFAHREN

Knochendistraktions-Operation
("Knochendehnung"):
Wir sind stolz
darauf mitteilen zu dürfen dass wir als
erstes kieferchirurgisches Zentrum in
Österreich die erste Distraktion mit dem
modernsten Knochendistraktor durchgeführt
haben.
Das Prinzip der
Knochendistraktion ist schon lange aus der
Orthopädie bekannt: wenn z.B. ein Bein
länger als das andere ist wird am kürzeren
Bein das Schien- und Wadenbein quer
durchtrennt und die Knochenteile mit einer
aussen befestigten Apparatur "auseinandergezogen"
(hierbei wird er Knochenheilungskallus
gedehnt) bis die richtige Beinlänge
erreicht wird.
Die Schwierigkeit
im Kieferbereich diese Operation
durchzuführen lag im Problem der
Konstruktion eines Apparates, der klein und
zuverlässig im Mund so eingesetzt werden
konnte dass in der Dehnungsphase (ca. 14
Tage) und der anschliessenden
Stabilisierungsphase (6-12 Wochen
Knochenheilung wie nach einem Beinbruch) das
Sprechen und Essen ohne gröbere Behinderung
möglich ist.
Mit dem Distraktor
der Fa. Trinon/Deutschland wurde dieses Ziel
nun erreicht.
Der Kieferknochen
wird an der gewünschten Stelle mit einer
Mikrosäge geteilt und der Distraktor
festgeschraubt. Nach einer Woche kann mit
der Distraktion = Dehnung des
Knochenheilungskallus begonnen werden. Der
Patient dreht hierzu jeden Tag mit einem
Schlüssel die Distraktionsschraube um 1mm
weiter bis die gewünschte Knochenhöhe
erzielt ist. Anschliessend werden der
Distraktor entfernt und die Implantate
gesetzt, die nunmehr 6 Monate einheilen
müssen. Die Heilung entspricht der Heilung
nach einem Knochenbruch.
Panoramaröntgen
unmittelbar nach Einsetzen des Distraktors:

Panoramaröntgen
nach Abschluss der Distraktion (12mm
Knochengewinn):

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